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Stress: Auslöser, Folgen und wie Yoga hilft...

 

Viele von uns stehen heute dauerhaft unter Stress. Vor allem, ist Dauerstress gefährlich. Yoga - Atem- und Entspannungstechniken helfen, wieder in die Balance zu finden.

Eine Gesellschaft unter Dauerstress

Stress entsteht durch eine dauerhafte, extreme Anspannung und Belastung von Körper und Psyche. In der heutigen Leistungsgesellschaft, wo durch technischen Fortschritt immer alles höher, weiter, schneller funktionieren muss,geraten immer mehr Menschen unter Stress und Anspannungen.

 

Jeder Bereich des Lebens, sei es Arbeit, Familie oder Freizeitgestaltung, wird zeitlich optimiert - MULTITASKING! Statt diese freien Zeitfenster für Ruhe und Entspannung zu nutzen, greifen viele Menschen zu Film - Kaffee - Zigaretten - abendlichen Alkohol.

Was passiert genau?

Der Flucht-Kampf-Mechanismus setzt ein. Heute greift er schon beim Stress im Büro und da geht es nicht um das nackte Überleben. Erinnere dich an deine letzte Stresssituation:

 

Die Muskeln spannen sich an, dein Atem wird schneller, dein Herz klopft wie wild:

 

Alles automatische Körperreaktionen, wenn Gefahr für Leib und Leben droht...

 

Du musst jetzt maximal leistungsfähig sein, um dich in Sicherheit zu bringen oder zu verteidigen...

 

Kommt dir das bekannt vor?

 

Mehr Ausgeglichenheit für weniger Stress

 

Unser Vegetatives Nervensystem ist demnach ständig im Ungleichgewicht. Es ist das Netzwerk, das alle automatischen Körperprozesse wie Verdauung, Herzschlag oder Atmung steuert.

 

Die wichtigsten Nervenbahnen dieses Systems, der Sympathikus und Parasympathikus sollten idealerweise immer ausgeglichen sein. Der Sympathikus ist verantwortliche für Aktivität, Leistungsfähigkeit und die Aktivierung des Flucht-Kampf-Mechanismus. Der Parasympathikus ist der ausgleichende Gegenspieler, der für Ruhe und Entspannung sorgt. Tatsächlich ist heutzutage jedoch eher der Sympathikus der dominierende Teil, denn durch die ständige Anspannung, haben sich unserer Körper an den Dauerstress gewöhnt.

 

Stress ist leider der Krankheitsauslöser Nummer 1

 

Kurzfristig führt Stress zu bekannten Symptomen wie:

Kopfschmerzen.

Schlaflosigkeit.

Verdauungsproblemen.

Angespannte Muskulatur bringt auch gerne Schmerzen im Schulter-, Nacken- und Rückenbereich mit sich.

Chronische Erschöpfung, Müdigkeit und Reizbarkeit.

 

Dieses ständige Unwohlsein führt natürlich zu Unzufriedenheit, entweder mit dir selbst, was in noch mehr Stress ausartet oder mit deiner Außenwelt, was dich zu einem unangenehmen Zeitgenossen macht, du bist reizbar und überlastet.

Wenn Stress immer wieder über einen längeren Zeitraum auftritt und du keine Ruhephasen bekommst, kann er zum ernstzunehmenden Gesundheitsrisiko werden.

 

Dein Körper befindet sich dauerhaft in Habachtstellung und ist dadurch im Ungleichgewicht. Nach und nach wird das Immunsystem immer schwächer, der Blutdruck steigt und die Anfälligkeit für Krankheiten nimmt zu. Wenn wir in Stress geraten, schüttet unser Körper mehr von dem Stresshormon Cortisol aus. Dadurch werden verschiedene Areale im Gehirn geschädigt, was sich in Unzufriedenheit, Ungeduld oder Depressionen äußern kann. 

Auf lange Sicht können sich so ernsthafte physische und psychische Erkrankungen manifestieren. Viele Krankheitsbilder sind in ihrem Ursprung auf Stress zurückzuführen: Allergien, Erkältungen, Diabetes und sogar Krebs. Aber auch der totale Zusammenbruch, Burnout, Herzinfarkte oder starke Depressionen sind keine Seltenheit.

 

Gesunde Körperreaktionen (wieder) lernen durch Yoga

 

Yoga und Asanas zeichnen sich durch ein ständiges Wechselspiel von Anspannung und Entspannung aus. Ruhe, in Form von Tiefenentspannung, Meditation oder Atemübungen harmonisieren dein ganzes Körpersystem

 

Sogar in jeder einzelnen Asana (besonders im Hatha Yoga) findest du Anspannung und Entspannung, indem du Druck und Gewicht an die Erde abgibst und nur dort anspannst, wo es nötig ist. Die Atmung ist dabei das B indeglied zwischen Körper und Geist.

Asanas bewusst erleben, um den Körper zu verstehen

Yoga kann Stress auf mentaler und körperlicher Ebene abbauen. Dafür sollte eine Asana immer bewusst aufgebaut, gehalten und wieder aufgelöst werden. Durch die langsamen und präzisen Bewegungen, nimmst du jeden Teil deines Körpers wahr und lokalisierst Spannungsbereiche.

 

Jede Position die du einnimmst, wirkt anders auf deine Organe und das Nervensystem. Es gibt beruhigende und aktivierende Asanas, manche Übungen sind gut für die Verdauung, andere für deine Wirbelsäule oder die Öffnung deines Brustraums.

Um völlige Entspannung zu erfahren, ist es auch wichtig deinen Geist zu beruhigen. Daher ist eine weitere Komponente für den Stressabbau, die tiefe Ein- und Ausatmung in Harmonie mit deiner Bewegung. Auch regelmäßiges Innehalten, Besinnung auf sich selbst und kurze Meditationen, helfen gegen Gedankenkarussell und innere Anspannung.

Meine Tipps:

  1. Immer nur eine Sache, kein Multitasking

  2. Räume alle 4 Stunden Entspannungsphasen ein

         z.B. Atme bewusst 1 Minuten ein/ aus und zähle jeweils immmer bist 6

    3. Täglich 15-20 Minuten in die Natur gehen und frischen Sauerstoff tanken

    4. Regelmäßiges Check up:

         Wo stehe ich? Wie fühle ich mich? Brauche ich Unterstützung?

Dabei kann dir ein Tagebuch helfen. Das 6 Minuten Tagebuch ist einfach und ohne großen Aufwand in deinen Alltag integrierbar. Erhältlich auf *amazon*.